Meine Reise in den Kosovo u. nach Albanien

“Rückblick auf die Reise, 09.07. - 18.07.2018”

“Im Juli 2018 hatte ich die besondere Gelegenheit, den Kosovo und Albanien zu bereisen.

Die Einladung kam von meinem geschätzten Arbeitskollegen, der ursprünglich aus dem Kosovo - Mitrovica, stammt.

Er hatte mir oft von seinem Heimatland erzählt - von der beeindruckenden Natur, der reichen Geschichte des Landes und vor allem von der außergewöhnlichen Gastfreundschaft der Leute.

Albanien ist ein kleines sonniges Gebirgsland am Rande des westlichen Balkan, das zwischen Montenegro und Griechenland liegt. Am Nördlichen Zipfel von Albanien liegt der Kosovo mit seiner

Hauptstadt Pristina. Fünf Jahrhunderte osmanische Besatzung, eine späte erste Staatsgründung war Anfang des 20 Jahrhunderts, die Rolle als Spielball der europäischen Großmächte

und fast fünf Jahrzehnte kommunistische Diktatur als weltweit einziger atheistischer Staat in totaler Isolation von Europa, was in den 90-iger Jahren endete und ein rasanter Umwälzungsprozess stattfand.

Kaum ein Land in Europa hat in so kurzer Zeit Jahrhunderte übersprungen, Straßennetze erschaffen, sich mobilisiert und technisiert und erlebt bis heute so viele gesellschaftliche Veränderungen wie Albanien.

Aus Neugierde entschied ich mich schließlich diese Einladung anzunehmen um das Land selbst zu bereisen und zu entdecken.

“Anreise und erster Eindruck”

Meine Anreise erfolgte per Flug, und schon beim Landeanflug konnte ich die abwechslungsreiche Landschaft erkennen: Berge, grüne Täler und die Nähe zum Meer. Am Flughafen in Prishtina (Hauptstadt des Kosovos) wurde ich herzlich von meinem Kollegen empfangen. Bereits auf dem Weg in seine Geburtsstadt - Mitrovica - fiel mir auf, wie lebendig und gleichzeitig entspannt das Leben dort wirkt.

“Unterkunft und Gastfreundschaft”

Die ersten drei Tage meines Aufenthaltes wohnte ich im Elternhaus bei der Familie meines Arbeitskollegen. Diese Erfahrung in der Kleinstadt Mitrovica war für mich sehr wertvoll, da ich das alltägliche Leben hautnah miterleben konnte. Auch seine Familie begegnete mir mit sehr großer Offenheit und Herzlichkeit. Ich hatte das Gefühl, nicht nur Gast, sondern ein Teil der Familie zu sein. Wie auf den Bildern zu sehen ist, ist die geteilte Stadt Mitrovica geprägt von Armut, Arbeitslosigkeit, sodass viele Leute (Roma- und Askhkali) in besonderen prekären Verhältnissen leben.

“Kultur ”

Durch meinen Kollegen erhielt ich viele Einblicke in die Kultur und Geschichte des Landes. Besonders interessant war der Besuch der Gedenkstätte von “Adem JASHARI”, Prekaz ein Ort des Widerstandes für die Freiheit des Kosovos. Der Angriff auf Prekaz auch bekannt als Prekaz-Massaker war eine bedeutende militärische Operation der jugoslawischen Sicherheitskräfte gegen die Familie Jashari und Mitglieder der Kosovo-Befreiungsarmee (UCK) im Dorf Prekaz in der Nähe von Skenderaj im Kosovo. Dieser Angriff fand vom 5. bis 7. März 1998 statt und markierte einen Wendepunkt im Kosovo-Konflikt.

Prekaz ist heute ein wichtiger Gedenkort für die Albaner im Kosovo.

“Kulinarische Erfahrungen”

Die kosovarische Küche ist herzhaft, stark von der Balkan-Region sowie türkischen Einflüssen geprägt und nutzt viel Fleisch, Milchprodukte und Teigwaren. Traditionelles Essen, besonders lokale Spezielitäten wie Byrek und der frische Fisch durften nicht fehlen.

Der Besuch im Ibri Restaurant in Koshtove (Mitrovica), Kosovo, war einer weiterer Höhepunkt meiner Reise. Der Ort ist bekannt für seine frische Fischküche, insbesondere Forellen, die direkt aus eigenen Becken stammen.

“Natur und Landschaft”

Einer der Highlights der Reise war die Natur.

Der Weg führte uns über den Llogara-Pass auf langen Serpentinen hinunter an das ionische Meer.

“Städte und Sehenswürdigkeiten”

Ein zentraler Bestanteil der Reise war der Besuch verschiedener Städte in Albanien -Tirana, Vlora, Saranda, südlich von Saranda die Halbinsel Ksamil und Butrint.

In Tirana, der Hauptstadt, erlebte ich eine interessante Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart. Moderne Gebäude stehen neben historischen Bauwerken, und überall gibt es kleine Cafés und Märkte.

Besonders beeindruckend war die Atmosphäre am Abend, wenn die Stadt lebendig wird. Darüber hinaus besuchten wir auch kleinere Städte und traditionelle Dörfer.

Alte Häuser, enge Gassen und freundliche Menschen prägen das Bild. In diesen Orten konnte ich die Kulturellen Wurzeln Albaniens besonders erkennen.

“Das antike Butrint - Ausgrabung”

Butrint liegt ausgesprochen malerisch auf einer bewaldeten Halbinsel in der Lagune von Butrint direkt an der Meerenge von Korfu.

Gjirokastra”

Historische Altstadt mit der mächtigen Festung und Wehrturmhäuser aus Stein.

Nationale Albanische Waffenmuseum.

Bektashi- Gedenkstätte.

Luftschutzbunker.

“Berat”

Berat liegt in Mittelalbanien. Sehenswert war die einzig bewohnte mittelalterliche Burganlage aus der osmanischen Zeit Albaniens. Die “Stadt der 1000 Fenster”.

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